
Der Startschuss ist gefallen. Erfahren Sie mehr über den AW2012.
Zur Einstimmung: Die Jury-Entscheidung des AW2011
Der Gewinner des sechsten VELUX Architekten-Wettbewerbes, der in diesem Jahr unter dem Motto „Gestaltungselemente Licht und Luft“ stand, ist das Büro AG horizont.
Mit ihrem Projekt „Schnellstraße 26“ überzeugte das Hamburger Architekturbüro die Leser des Bauherrenmagazins house and more. Die Sieger schufen drei lichtdurchflutete Maisonettewohnungen, indem sie das vierte Ober- sowie das Dachgeschoss eines im zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäudes der Jahrhundertwende wieder aufbauten.
Den zweiten Preis sicherte sich der Architekt Matti Schmalohr mit seinem „Haus F1 in M, White Tipi“, den dritten Preis ergatterte das „WOHLFÜHLHAUS“ von Nalbach + Nalbach.

Knapp 40 Prozent der mehr als 23.000 abgegebenen Stimmen der house and more-Leser entfiel auf die „Schnellstraße 26“ der AG Horizont. Für das Projekt komplettierte die AG horizont ein im zweiten Weltkrieg zerstörtes Wohnhaus in Hamburg. Die Architekten Jürgen Hansen, Burkhart Springstubbe und Dietmar Wintschnig verlängerten das vorhandene Treppenhaus bis ins vierte Obergeschoss und erschlossen über dieses drei Maisonettewohnungen mit internen Treppen ins Dachgeschoss.
Durch eine Fenster-Planung mit Überkopf- und Schrägverglasung schufen sie hellen, großzügigen Wohnraum mit Atelier-Charakter. Die Gewinner freuen sich über ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro. Zudem erhält das Architekturbüro die Möglichkeit, sich in einer Anzeigenkampagne zu ihrem Projekt in der Fachpresse zu präsentieren. Das mit rund 28 Prozent der Stimmen zweitplatzierte Projekt „Haus F1 in M, White Tipi“ von Matti Schmalohr, verwandelte den düsteren, kleinteiligen Dachboden einer denkmalgeschützten Stadtvilla in ein lichtdurchflutetes, offenes Loft. 15 Prozent der Stimmen, und damit den dritten Platz, erzielte das „WOHLFÜHLHAUS“ von Nalbach + Nalbach, eine Wellness-Einrichtung im Seehotel am Neuklostersee in Mecklenburg-Vorpommern.
Der VELUX Architekten-Wettbewerb honoriert seit 2005 Architekten, die sich mit innovativen Entwürfen um die Zukunft des Bauens und Wohnens verdient machen. Besonderer Fokus liegt auf einem kreativen Umgang mit den Themen Licht und Luft. „Den Gewinnern ist nicht nur eine hervorragende Umsetzung des Wettbewerbsthemas gelungen. Sie haben es zudem geschafft, mit dem Wiederaufbau des vierten Ober- sowie des Dachgeschosses einen interessanten Ansatz für die dringend erforderliche Schaffung zusätzlichen Wohnraums in Innenstädten zu liefern“, freut sich Dr. Sebastian Dresse, Geschäftsführer der VELUX Deutschland GmbH, über die gesellschaftliche Relevanz des Gewinnerprojektes.
Die hochkarätig besetzte Fachjury – unter anderem mit Cordula Rau, Architektin und Journalistin (Die walVerwandtschaften), Prof. Manfred Hegger (Professor für Entwerfen und Energieeffizientes Bauen an der TU Darmstadt) und Vorjahressieger Zlatko Antolovic von COASToffice architecture – hatte in der ersten Wettbewerbsphase fünf Finalteilnehmer aus 40 Einreichungen bestimmt. Die mehr als zwei Millionen Leser des Bauherrenmagazins house and more stimmten dann über die Sieger des Wettbewerbs ab.
Um auch junge Architekturbüros und junge freischaffende Architekten zu unterstützen, vergab die Jury des VELUX Architekten-Wettbewerbs zum zweiten Mal einen mit 1.000 Euro dotierten Sonderpreis. Diesen gewannen Herkrath + Bogatzki Architekten + Ingenieure. Sie verwirklichten ein intelligentes Lichtkonzept für eine Kindertagesstätte und versorgten die tiefen Räume über Flachdach-Fenster mit Tageslicht.
Die Preisträger:
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1. Preis: Schnellstraße 26, AG horizont, Hamburg Mit einem neuen vierten Stock und einem Dachgeschoss komplettierte die AG horizont das im zweiten Weltkrieg zerstörte Wohnhaus der Jahrhundertwende in Hamburg. Nach dem Krieg war das vierte Geschoss nicht wieder aufgebaut, sondern behelfsmäßig mit einem flach geneigten Dach ausgestattet worden. Die Architekten verlängerten das vorhandene Treppenhaus und erschlossen so drei Maisonettewohnungen mit internen Treppen ins Dachgeschoss. Die Fassade des vierten Obergeschosses wurde als durchlaufendes Fensterband mit dazwischenliegenden Sandwichelementen ausgeführt. Das Mansarddach erhielt vier steilgestellte, schräggeneigte Dachgauben mit Überkopfverglasung aus Dachfenstern. Sehen Sie die Bildergalerie unten |
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2. Preis: Haus F1 in M – White Tipi, Matti Schmalohr, Bückeburg Der düstere, kleinteilige Dachboden in einer denkmalgeschützten Stadtvilla in München wurde in ein lichtdurchflutetes, offenes Loft verwandelt: Der Architekt Matti Schmalohr stellte sich der Herausforderung und schuf einen großen, gut nutzbaren Raum. Im Rahmen des Umbaus erschloss er das Dachgeschoss über eine alte zweiläufige Treppe, dämmte das Dach und deckte es mit Schiefer ein. Der Dachraum ist wesentlich von den acht Dachfenstern und fünf Gauben geprägt, die Licht unter den fast sechs Meter hohen Dachstuhl bringen. Sehen Sie die Bildergalerie unten |
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3. Preis: WOHLFÜHLHAUS, Nalbach + Nalbach Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin 70 Quadratmeter zum Wohlfühlen realisierten Nalbach + Nalbach für das Seehotel am Neuklostersee in Mecklenburg-Vorpommern. Das „Wohlfühlhaus“ wurde auf dem bestehenden Untergeschoss eines alten Bungalows gebaut und beherbergt drei Anwendungsräume für Kosmetik und Massagen, Sanitäranlagen und einen Fitnessraum. Ein Dachfenster eröffnet den Gästen in der, mit rund sieben Metern ungewöhnlich hohen, Decke den freien Blick in den Himmel. Fassade und Dach sind mit naturbelassener Lärche verkleidet. Sehen Sie die Bildergalerie unten |
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Sonderpreis Newcomer: Erweiterung Montessori Kinderhaus, Herkrath + Bogatzki Architekten + Ingenieure, Aachen Um in der Kindertagesstätte Montessori Kinderhaus auch Betreuung für unter dreijährige Kinder anbieten zu können, musste zusätzliche Fläche geschaffen werden. Aufgrund der baulichen Struktur und der Grundstückssituation entstanden so besonders tiefe Räume. Damit die Gruppenräume mit Tageslicht versorgt werden können, wurde die Südfassade vollständig verglast und im innenliegenden Teil der Räume ein Lichtschacht installiert. Über ihn leiten jeweils zwei Dachfenster Licht durch den ungenutzten Dachraum ins Erdgeschoss, machen eine Querlüftung und den Kindern den Blick in den Himmel möglich. Sehen Sie die Bildergalerie unten |
Die Jury des VELUX Architekten-Wettbewerbs 2011 - Cordula Rau, Architektin und Journalistin, Die walVerwandtschaften, Jury-Vorsitzende
- Zlatko Antolovic, COASToffice architecture, Vorjahressieger
- Bernd Blaufelder, ehemaliger Bundesgeschäftsführer Bund Deutscher Architekten
- Prof. Manfred Hegger, Professor für Entwerfen und Energieeffizientes Bauen TU Darmstadt
- Andreas Förstel, Verlagsleiter house and more
- Meike Weber, Chefredakteurin DETAIL transfer
- Christian Krüger, Leiter Architektur-Planung VELUX Deutschland GmbH
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Bildergalerie - Preisträger und Nominierte