Preisverleihung in Venedig
Drei Gewinner und acht Ehrenpreise wurden auf dem Award Event in Venedig am 7. November 2008 präsentiert und geehrt.
Siebzehn glückliche Gewinner aus Elf Teams stiegen auf das Podest, um auf dem IVA Award Event in Venedig am 7. November geehrt und gefeiert zu warden. Sie alle hatten eins gemeinsam. Ihre Begeisterung für tageslicht in der Architektur und Spaß daran dieses Thema in ihren Projekten frei zu entdecken. Alle waren sehr stolz, aus fast 700 eingereichten Projekten zu den Gewinnern zu zählen.
Der diesjährige International VELUX Award 2008, dessen Höhepunkt die Kürung der Gewinner war, stellte einen neuen Rekord bei der Beteiligung auf. 686 Projekte aus 244 Universitäten in 46 Ländern wurden beim diesjährigen IVA eingereicht, welcher Architekturstudenten herausforderte Tageslicht und Architektur im weitesten Sinne zu erforschen, um so ein tieferes Verständnis für die stets bedeutende Quelle von Licht und Energie zu schaffen.
Die internationale Jury, die alle eingegangenen Projekte bewertet hat, um so letztendlich den Gewinner zu küren, war verblüfft über die große Vielfalt der Einreichungen zum Wettbewerbsthema "Light of Tomorrow" – dies betonte sie auch in ihrem Jury-Bericht:
"Mit Einreichungen aus der ganzen Welt repräsentiert der Award buchstäblich den Zeitgeist von architektonischer Bildung. Die Projekte zeigten ein weites Spektrum; vom übergeordneten urbanen Zusammenhang bis hin zu kleinmaßstäblichen Design-Elementen. Viel versprechend für die Zukunft ist, dass ein starker Fokus auf Umweltthemen lag sowie auf dem teilweise verschüttetem Wissen, dass Tageslicht gesundheitsfördernd ist und Wohlgefühl bringt, sogar aus der Stadtperspektive heraus."
Die Gewinner

Die Elf Gewinnerteams und die Jury auf dem IVA Award Event in Venedig.
Reilly O'Neil Hogan aus den USA gewann den Ersten Preis. Ruan Hao und Xiong Xing aus China gewannen den Zweiten Preis und Dean MacGregor aus Portugal erhielt den Dritten Preis.
"Ich fühle, dass Licht und Raum eine tiefe Wirkung auf das tägliche Erleben der Menschen haben", sagte, Reilly O’Neil Hogan. "Durch Zeit, Ort und den individuellen Glauben hat es einen ganz universellen Reiz, welcher dem Licht eine unglaubliche Macht gibt als ein Stoff, der die Architektur mit etwas beseelt, dass größer ist als wir."
In seinem Projekt "Embodied Ephemerality" (z.B. kurze Haltbarkeit) stellt Reilly O'Neil Hogan zur Diskussion, wie man die täglichen Stadt-Routinen hinterfragen kann, indem man die U-Bahn an einer neuen (falschen) Station verlässt. Wie man die Stadt mit neuen Augen wahrnimmt, wenn man gezwungen ist, eingefahrene Routinen zu verlassen – in diesem Fall die Path Station in Lower Manhattan.
"Die konzeptionelle Idee des Projekts der Diskussion von unterirdischen Räumen mit Licht ist sehr frei beweglich und das Projekt ist rund und sehr effizient in der Umsetzung. Der Autor demonstriert sein Talent Licht in großen Räumen zu verstehen und damit zu arbeiten. Das Projekt deckt alle Aspekte großer Vorstellungskraft ab und überzeugt durch eine ernstzunehmende und professionelle Präsentation.", sagte die Jury über das Gewinner-Projekt.
Ruan Hao und Xiong Xing als Zweier-Team der Tsinghua University in Peking erhielt mit ihrem Projekt "Interface Repairing – Light Festival", welches das Sonnelicht in der Stadt feiert, den Zweiten Platz.
Der Dritte Preis ging an Dean MacGregor aus Portugal für sein Projekt "Light has a body". Darin nimmt er das Wesentliche des Lichtes und fokussiert sich darauf, wie Licht seinen Weg durch Wasser und dessen Lichtbrechung findet und sich dann darstellt.
Zusätzlich zu den 3 Preisgewinnern freuen wir uns umso mehr, dass auch ein Deutsches Projekt zu den 8 Ehrenpreisen gehört, die aus 11 Ländern, stehend für Europa, Nordamerika und Asien, auserwählt wurden.
Dimitri Geizenraeder von der Hochschule Bochum, entwarf, mit Unterstützung seines Professors Dipl. Ing. Georg Poensgen, in seinem Projekt "Living Bridge" mit seinem Skywalk – einen überdachten Platz in Duisburg über den Rhein, dessen abgehängte Decke das Tageslicht reflektiert und so für eine natürliche Beleuchtung sorgt. Die Jury beurteilte die Brücke als innovative und wunderschöne Idee, die einen neuen Weg aufzeigt, Licht beim Überqueren des Flusses zu erleben.
Wir gratulieren allen Gewinnern ganz herzlich und freuen uns auf den nächsten International VELUX Award, der 2010 stattfinden wird.

Dimitri Geizenraeder bei der Übergabe seines Ehrenpreises.

Auszug aus dem Exposé "Living Bridge" von Dimitri Geizenraeder.
(Für das komplette Exposé als PDF klicken Sie bitte auf das Bild)
Finden Sie detaillierte Informationen zum Award, den Gewinnern und eine Internet-Ausstellung mit allen eingereichten Projekten unter: www.velux.com/iva
VELUX Deutschland GmbH
Nannette Schwerin
Architektur-Kommunikation